Neunkirchen | Diakonie Klinikum mit neuem Chefarzt der Urologie

Dr. Sun-Tscheol Kwon leitet seit Anfang Juni 2018 die Fachabteilung für Urologie am Diakonie Klinikum Neunkirchen gGmbH. Er ist Nachfolger von Prof. Dr. Schahnaz Alloussi, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. Dr. Kwon ist 48 Jahre alt, wurde in Heidelberg geboren und arbeitete zuletzt als Oberarzt im zur Marienhaus Unternehmensgruppe gehörenden Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße. Sein Medizinstudium absolvierte er in seiner Geburtsstadt am Neckar; die Facharztausbildung fand unter Prof. Dr. med. P. Alken in der Universitätsklinik Mannheim statt. In diesem Haus der Maximalversorgung eignete er sich das komplette urologische Spektrum an, insbesondere die Behandlung von Krebserkrankungen der Prostata, der Harnblase, der Nieren sowie des äußeren Genitale. Desweitern prägten die Therapie der Harninkontinenz, Harnsteinerkrankungen und erektilen Dysfunktionen seinen Arbeitsalltag.

2008 wechselte er an das Städtische Klinikum in Karlsruhe, das ebenfalls eines der größten urologischen Abteilungen Deutschlands beherbergt. Hier konnte er seine operativen Erfahrungen ausweiten.

Südkoreanische Wurzeln

Die letzte berufliche Station von Dr. Kwon, der südkoreanische Wurzeln hat, war das Krankenhaus Hetzelstift in Neustadt an der Weinstraße. Als Oberarzt war er dort für alle operativen und diagnostischen Eingriffe verantwortlich. Des Weiteren war er Ärztlicher Leiter des Beckenbodenzentrums, in dem drei Fachabteilungen (Urologie, Chirurgie, Gynäkologie) unter seiner Führung interdisziplinär zusammenarbeiteten.

Spezialgebiet Kwons ist die Behandlung der Harninkontinenz – sowohl operativ als auch konservativ. Er etablierte in Neustadt die Implantation von Blasenschrittmachern, durch die bei verschiedenen Arten der Harninkontinenz gute Erfolge erzielt werden. Dr. Kwon gehört zu einem Experten-Team von nur zehn Operateuren, die diesen Eingriff in Deutschland am häufigsten durchführen.

Dr. Kwon ist mit einer Fachärztin für Gynäkologie verheiratet und Vater einer elfjährigen Tochter. Er wird in Neunkirchen das von seinem Vorgänger Prof. Alloussi praktizierte klinische Spektrum weiter abdecken und eigene Schwerpunkte setzen. Insbesondere wird er neue diagnostische Verfahren einführen, etwa die Fusions-Biopsie der Prostata, die eine genauere Gewebeprobe bei Verdacht auf Prostatakrebs erlaubt; und auch neue Therapieformen, wie die sakrale Neuromodulation, die erneute Etablierung der Schlüssellochtechnik sowie der Lasereinsatz bei vergrößerter Prostata werden das urologische Fachgebiet in Neunkirchen künftig prägen.